Nächster SG-Spieler wird Profi - Luca Tschentscher zieht es in die 2. Liga

Vor zwei Jahren hatten die SG-Verantwortlichen die Nachfolge von Top-Torhüter Bastian Rutschmann zu regeln und entschieden sich auf Rat von Torwarttrainer Hamza Catak für die Variante Risiko, nämlich auf drei unerfahrene Torhüter zu setzen. Neben Adam Studentkowski erhielten die beiden Eigengewächse Luca Tschentscher und Moritz Luckert das Vertrauen der SG. Ein Risiko, das allerdings aufging, andererseits aber SG-Coach Alexander Lipps vor die Schwierigkeit stellte, wer Spielzeit erhält.

 

Die gute Entwicklung des Torhüter-Trios blieb nicht unentdeckt. Über ein Zweitspielrecht sicherte sich der TVB Stuttgart frühzeitig die Dienste von Luca Tschentscher, der bereits mehrfach für den TVB in der Bundesliga eingesetzt wurde. Nun aber bricht Tschentscher aus dem Trio aus und schließt sich in der kommenden Saison dem Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen an, der sogar noch die Chance hat, um den Aufstieg in die 1. Liga mitzuspielen.

 

Damit ist Tschentscher nach Nico Schöttle (TVB Stuttgart, bald Bergischer HC) und Lukas Süsser (TuS N-Lübbecke) der Dritte SG-ler, der in den letzten zwei Jahren den Sprung aus der SG-Jugend in den Profi-Handball geschafft hat. 

 

Für Luca Tschentscher war es der logische nächste Schritt. „Nachdem ich beim TVB Bundesligaluft schnuppern konnte, habe ich gemerkt, dass diese schmeckt“. Die Entscheidung, sein gewohntes Leben und den Lebensmittelpunkt zu verändern, war dennoch keine leichte. Doch das Gesamtpaket überzeugte den 21-jährigen schlussendlich. „Die Jahre bei der SG werden unvergessen bleiben. Und vielleicht kreuzen sich die Wege wieder. Aber für meine Entwicklung ist es vorteilhaft, die Komfortzone zu verlassen und auch mal selbst ins Risiko zu gehen.“ 

 

SG-Coach Alexander Lipps darf dies als weitere Auszeichnung seiner mittlerweile bundesweit bekannten außergewöhnlichen Arbeit als Talententwickler werten. Doch auch bei ihm hat die Medaille zwei Seiten: „Natürlich schmeichelt es einem, wenn ein Spieler so einen Sprung schafft, aber es bedeutet auch immer einen Qualitätsverlust für den Verein."

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